MASTERPLAN FGZ: Um was geht es?

Das neue Quartierzentrum.

Das neue Quartierzentrum.

Die FGZ (Vorstand) und die Stadt Zürich (Amt für Städtebau) haben zwischen 2012 und 2016 gemeinsam den Masterplan FGZ erarbeitet. Der Masterplan FGZ enthält Ziele und Vorgaben für die bauliche Entwicklung der Siedlungsetappen der FGZ am Friesenberg bis im Jahr 2050.


Inhalt

Der Masterplan FGZ definiert als Ziel, dass auf dem FGZ-Areal am Friesenberg bis im Jahr 2050 insgesamt 500-700 zusätzliche Wohneinheiten für zusätzliche 1'400-1'900 Personen entstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen neun Reihenhausetappen abgebrochen und verdichtet neu gebaut werden (Etappen 1, 2, 4, 5, 6, 8, 9, 12 [teilw.] und 14). Demgegenüber sollen zwei Reihenhausetappen und eine Mehrfamilienhaus-Etappe unter Schutz gestellt werden (Etappen 13, 16 und 18); dies wurde mit Stadtratsbeschluss vom 30. März 2016 (Geschäft Nr. 248) bereits umgesetzt.

Der Masterplan FGZ bekennt sich zwar zum Gartenstadtcharakter des Friesenbergs. Er hält jedoch fest, dass der Fokus beim Aussenraum "auf halböffentliche und öffentliche Räume" zu legen sei (Masterplan FGZ S. 74). Die privaten Hausgärten, wie sie heute für die Gartenstadtsiedlungen am Friesenberg typisch sind, sollen bei Neubauten demnach keine oder nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

Abbrüche und Neubauten sind im Masterplan FGZ wie folgt vorgesehen:

tabelle masterplan abbrüche neubauten.png

Masterplan-Prozess

– Vorbereitung (Herbst 2012 bis Frühling 2013). Vertreter der FGZ und der Stadt beschliessen die Ausarbeitung eines Masterplans FGZ und einigen sich auf Vorgehen und Zielsetzung.

– Eckwerte (Sommer/Herbst 2013). Bereits in dieser Phase wird das Verdichtungsziel definiert: 500-700 zusätzliche Wohnungen für 1'400-1'900 zusätzliche Personen.

– Testplanung (2014). Drei Architekten-Teams werden eingeladen, Vorschläge für die bauliche Entwicklung der FGZ zu machen. Grundlagen sind das vordefinierte Verdichtungsziel sowie die Entwicklungsplanung der FGZ, welche vorsieht, dass die Gartenstadtsiedlungen mit Erreichen des 100. Altersjahr ersetzt werden. Interessanterweise schlagen zwei der drei Teams einen Teilerhalt der Gründeretappe vor.

– Ausarbeitung Masterplan FGZ (2015).

– Genehmigung Masterplan FGZ durch Stadtrat (März 2016). Dabei werden die Etappen 13, 16 und 18 unter Schutz gestellt. Gleichzeitig wird beschlossen, die Gründeretappe nicht unter Schutz zu stellen; dieser Entscheid wird vom Heimatschutz angefochten (das Verfahren ist noch vor Bundesgericht hängig; der Entscheid ist nicht vor 2020 zu erwarten).

– Ausarbeitung (ab 2016) der Teilrevision Nutzungsplanung Friesenberg, bestehend aus geändertem Zonenplan und Ergänzungsplan, sowie des Rahmenvertrags zwischen Stadt und FGZ. Die Teilrevision Nutzungsplanung und der Rahmenvertrag sind die beiden Instrumente zur Umsetzung des Masterplans FGZ. Die Teilrevision Nutzungsplanung wurde Ende 2018 öffentlich aufgelegt; die überarbeitete Fassung, die zuhanden des Gemeinderats verabschiedet werden soll, liegt noch nicht vor. Der Rahmenvertrag ist für die FGZ-Genossenschafter*innen seit dem 24. Mai 2019 im Wortlaut zugänglich (Unterlagen für die GV vom 17. Juni 2019).